Eine Proteindiät zur Gewichtsreduktion basiert auf der Tatsache, dass der Körper, wenn er keine Kohlenhydrate erhält, die normalerweise die Hauptenergiequelle sind, beginnt, Fettdepots aktiv abzubauen.
Es sollte beachtet werden, dass eine solche Diät nicht alle Probleme, die sich über mehrere Jahre ansammeln, in ein paar Wochen oder sogar einem Monat lösen kann. Diese Diät ist auch für Menschen mit Erkrankungen des Magens, des Herz-Kreislauf-Systems, der Nieren, Gicht, endokrinen Erkrankungen sowie für Frauen mit Menstruationsstörungen kontraindiziert.
Vor- und Nachteile
Es gibt verschiedene Arten von Proteindiäten – Dukan, Atkins und andere. Sie alle haben gemeinsame Vor- und Nachteile. Mit Hilfe einer solchen Ernährung können Sie schnell abnehmen und eine proteinreiche Ernährung ermöglicht es Ihnen, Ihren Hunger zu stillen. Daher sind solche Diäten sowohl aus physiologischer als auch aus psychologischer Sicht besser verträglich.
Eine Proteindiät erfordert die Rücksprache mit einem Ernährungsberater, sonst kann sie gesundheitsschädlich sein. Besonders gefährlich ist die Dukan-Diät. Es besteht aus 4 Phasen:
- „Angriff“ – Sie können nur proteinhaltige Lebensmittel essen.
- „Kreuzfahrt“ – Sie dürfen dem Protein Gemüse hinzufügen, jedoch nicht alle und nur an bestimmten Tagen.
- „Konsolidierung“ – Sie können Reis und Nudeln in das Menü aufnehmen.
- „Stabilisierung“, die letzte Stufe (dazu gehören proteinhaltige Lebensmittel).
Dieses System kann zur Entwicklung von Gicht, Leber- und Nierenerkrankungen führen. Nebenwirkungen treten in der Regel erst nach sechs Monaten auf, daher ist es besser, das Dukan-System zugunsten einer klassischen Proteindiät aufzugeben, die einige kohlenhydrathaltige Lebensmittel und Vitamine enthält.
Die Grundregeln für diejenigen, die sich an dieses Regime halten, lauten wie folgt:
- bevorzugen Sie Diäten, die die Kohlenhydratmenge weniger begrenzen;
- wählen Sie mageres Fleisch – Huhn, Truthahn, Kaninchen;
- nehmen Sie Vitaminkomplexe separat ein;
- Achten Sie darauf, mehr Wasser, Kleie und fettarme fermentierte Milchprodukte in Ihre Ernährung aufzunehmen, um die Verdauungsprozesse nicht zu stören.
Obwohl Würstchen, Wurstwaren und verarbeitete Lebensmittel in vielen Systemen akzeptabel sind, sollten sie vermieden werden, da sie viele Farbstoffe und Lebensmittelzusatzstoffe enthalten.
Viele Menschen glauben, dass kohlenhydratarme Proteindiäten gut für Diabetiker sind. Aber in Wirklichkeit stimmt das nicht ganz. Bei Diabetes empfiehlt es sich, die Proteinmenge leicht zu erhöhen und gleichzeitig den Kohlenhydratanteil zu reduzieren. Dies darf nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, sonst kann es zu einer Unterzuckerung kommen, die zu Ohnmacht und Schwäche führt.
Grundprinzipien der klassischen Proteindiät
Die Diät für eine Proteindiät umfasst proteinreiche Lebensmittel, ballaststoffreiches Gemüse und Obst. Durch die Einschränkung der Kohlenhydrate können Sie Fettreserven in kurzer Zeit zerstören. Die meisten dieser Systeme ermöglichen es Ihnen, 3–10 kg Übergewicht (abhängig von Ihrem Stoffwechsel) in nur 10–14 Tagen loszuwerden.
Eine proteinhaltige Ernährung ist ausgewogen, wenn sie mit Gemüse ergänzt wird. Aber es muss mit körperlicher Aktivität kombiniert werden. Nur so können Sie mit stabilen Ergebnissen rechnen, denn sonst kehren die verlorenen Pfunde schnell zurück.
Die Ernährung umfasst proteinreiche Lebensmittel: mageres Fleisch und Fisch, Eier, Hüttenkäse, Kefir. Sie sollten auf jeden Fall einen frischen Gemüsesalat in Ihren täglichen Speiseplan aufnehmen. Mehrmals pro Woche sollten Sie komplexe Kohlenhydrate zu sich nehmen – Vollkornbrei (Buchweizen, Haferflocken), eventuell Nüsse und sogar stärkehaltiges Gemüse. Sie können schwarzen oder grünen Tee, Hagebuttensud und sauberes Wasser trinken. Bei dieser Diät sollten Sie auf Süßigkeiten, Backwaren, Eis, Bananen und Weintrauben verzichten.
Das Menü für 10 Tage kann wie folgt zusammengestellt werden (unter Berücksichtigung der individuellen Eigenschaften des Körpers).
Menü
Erster Tag:
- Frühstück: eine Tasse Tee ohne Zucker und ein paar Roggencracker;
- zweites Frühstück: fettarmer Hüttenkäse;
- Mittagessen: Rindereintopf;
- Nachmittagssnack: Salat aus frischen Gurken, Tomaten und Blattgemüse;
- Abendessen: gedünsteter Kohl (wenn keine Blähungen auftreten) oder Eintopf aus anderem nicht stärkehaltigen Gemüse, abends ein Glas Kefir.
Zweitens:
- Frühstück: eine Tasse Kaffee ohne Zucker;
- zweites Frühstück: eine kleine Portion in Wasser gekochter Reisbrei;
- Mittagessen: Hähnchenfilet, im Ofen gebacken, Gemüsesalat;
- Nachmittagssnack: Orange oder Apfel bei Allergie gegen Zitrusfrüchte;
- Abendessen: Karottensalat und zwei gekochte Eier.
Drittens:
- Frühstück: Kaffee ohne Zucker;
- zweites Frühstück: mageres Fleisch, gekocht oder gebacken;
- Mittagessen: gekochter Fisch und Gemüsesalat;
- Nachmittagssnack: zwei beliebige Früchte;
- Abendessen: in Sauerrahmsauce gedünstete Zucchini mit grünen Erbsen.
Viertens:
- Frühstück: eine Tasse Tee;
- zweites Frühstück: eine Portion Buchweizenbrei;
- Mittagessen: Kürbissuppe mit Croutons;
- Nachmittagssnack: Obstsalat;
- Abendessen: eine Portion Reis mit Gemüse.
Fünftens:
- Frühstück: ein Glas Milch (sofern vertragen) oder Naturjoghurt, ein paar Roggencracker;
- zweites Frühstück: weißes Omelett im Ofen;
- Mittagessen: im Ofen gebackener Fisch mit Kartoffeln (nicht mehr als 2 Knollen);
- Nachmittagssnack: Apfel oder Kiwi;
- Abendessen: gebackenes Rindfleisch.
Sechstens:
- Frühstück: eine Tasse ungesüßter Tee und ein Apfel;
- zweites Frühstück: Karottensalat, mit Öl angemacht und mit gehackten Nüssen bestreut;
- Mittagessen: gekochte Hähnchenbrust und eine halbe Portion Reis;
- Nachmittagssnack: Obstsalat, Sie können ihn mit fettarmem Joghurt würzen;
- Abendessen: gekochter Fisch und Orange zum Nachtisch.
Siebtens:
- Frühstück: eine Tasse Kaffee ohne Zucker, optional mit Milch;
- zweites Frühstück: Vollkornbrot und eine halbe Portion fettarmer Hüttenkäse (100 g);
- Mittagessen: Gemüsesuppe mit Croutons;
- Nachmittagssnack: Apfel oder Birne;
- Abendessen: Salat mit Garnelen.
Achter:
- Frühstück: eine Tasse Kaffee mit Milch und ohne Zucker;
- zweites Frühstück: Salat aus Rüben, Gurken und mildem Käse;
- Mittagessen: gebackene Hähnchenbrust, frischer Gemüsesalat;
- Abendessen: Griechischer Salat mit Garnelen.
Neunte:
- Frühstück: eine Tasse Tee ohne Zucker;
- zweites Frühstück: fettarmer Hüttenkäse;
- Mittagessen: Kartoffelsalat mit gekochtem Ei und aromatischen Kräutern;
- Nachmittagssnack: Orange;
- Abendessen: Obstsalat aus Äpfeln und gehackten Nüssen, Sie können Zimt und etwas Honig hinzufügen.
Zehnter:
- Frühstück: eine Tasse ungesüßter Tee und Kekse;
- zweites Frühstück: eine Portion Haferflocken mit Beeren;
- Mittagessen: Caesar-Salat mit Hähnchenfilet, garniert mit Naturjoghurtsauce mit Gewürzen;
- Nachmittagssnack: halbe Portion Hüttenkäse (100 g);
- Abendessen: gekochter Fisch, frischer Gemüsesalat.
Sie können jedem Proteingericht aus diesem Menü Gemüse hinzufügen – sogar Hüttenkäse, wenn Sie ihn mit etwas Salz kochen.
Beliebte Rezepte
Es ist wichtig, im Voraus Rezepte auszuwählen, die Ihre Mahlzeiten für die Woche abwechslungsreicher machen und so dazu beitragen, psychische Beschwerden zu vermeiden, die bei strengen Diäten unweigerlich auftreten.
Kartoffelsalat mit Ei und Kräutern

Erforderlich:
- Kartoffeln – 2 Stk.;
- Wachteleier – 2-3 Stk. (oder ein Huhn);
- Knoblauchzehen (vorgehackt) – ein paar Stücke;
- Frühlingszwiebeln, Petersilie, Basilikum, Rosmarin - nach Geschmack.
Vorbereitung:
- Kartoffeln werden in der Schale gekocht, abgekühlt und geschält.
- Das Grün wird fein gehackt.
- Alle diese Zutaten vermischen und mit einer Sauce auf Basis von Pflanzenöl, Senfbohnen und einer kleinen Menge Trauben- oder Apfelessig würzen.
- Der fertige Salat wird mit „Blütenblättern“ aus einem gekochten Ei dekoriert. Servieren Sie es bei Zimmertemperatur.
Grüne Vinaigrette

Es kann als Beilage zu jedem Fleisch serviert werden.
Für eine Portion benötigen Sie:
- Blumenkohl – 50 g;
- Brokkoli - 50 g;
- Brunnenkresse – ein kleiner Bund;
- Gurke – 1 Stk.;
- Paprika – 1 Stk.;
- Selleriestange - 1 Stk.;
- Frühlingszwiebeln - mehrere Federn;
- gekochtes Ei zur Dekoration – optional;
- Pflanzenöl, Senf, Salz und Pfeffer – zum Dressing.
Vorbereitung:
- Der Kohl wird in Salzwasser gekocht, abgetropft, abgekühlt und getrocknet.
- Schneiden und in eine Salatschüssel geben.
- Die restlichen Zutaten werden roh hinzugefügt.
- Der Salat wird bei Zimmertemperatur serviert.
Auf Mayonnaise sollten Sie zumindest während einer Proteindiät ebenso wie auf Ketchup verzichten. Tomatensauce oder Dressing auf Basis von Naturjoghurt und Kräutern können Sie zu Hause zubereiten. Es empfiehlt sich, auch nach dem Ausstieg aus der Diät selbst hergestellte Produkte zu sich zu nehmen.














































































